Hajo Kapfer - Hausbau
© 2021, Hajo Kapfer

Dachstuhl

Nicht einfach draufgesetzt

uch wir kamen mit der Baufirma aus dem Märkischen Kreis irgendwann in den Bereich des Daches. Beginnen wir damit dass die Fußfette des Daches ja irgendwo aufliegen muss. Hierzu werden spezielle hohle Steine eingesetzt (Traufe). Diese werden mit Beton verfüllt. Bei der Gelegenheit werden auch gleich die Elemente eingebracht die die Fußfette später an Ihrem Platz halten soll. Oft handelt es sich um Stahlbänder. Diese werden entweder einseitig ausgeführt oder als Rundvariante, also die Fette umschließend. Hier wäre ein Blick in die Statik angesagt. Zum Einen um festzustellen welche Variante es sein soll und muss, zum Anderen weil dort steht wie viele von den Dingern über die gesamte Länge einzubringen sind. Man möchte ja auch in einem statisch bestimmten Haus wohnen. Man kann übrigens mal darauf bestehen dass zwischen Fußfette und den mit Beton verfüllten Steinen, auf denen Diese ja liegt, eine Bitumenbahn kommt. Verhindert bei Bewegungen des Daches dass sich das Holz der Fette am Beton aufreibt und kostet nicht wirklich viel. Vorgeschrieben waren vom Statiker Ringbänder. Die Verankerung der Fußfette erfolgte mittels Lochband, nur von einer Seite ausgeführt. Behoben wurde dieser Mangel durch das Anbringen weiterer einseitig ausgeführter Lochbänder. Sind die Fußfetten gemäß Statik ausgeführt arbeitet man sich am Dachstuhl hoch. Als Verbindung der Sparren mit den Fußfetten kommen sogenannte „Sparren-Fetten-Verbinder“ zum Einsatz. Auch hier gibt der Statiker in der Regel vor wie viele von Diesen zu verbauen sind, z.B. alle 2 Sparren. Einfach mal darauf achten ob es gemacht wurde. Nun ist so ein Dachstuhl ja nicht nur auf den Fußfetten gelagert sondern besitzt auch eine Firstfette. Diese liegt auf den Giebelseiten auf/in der Wand auf. Allerdings nicht direkt auf den Steinen. Bevor die Firstfette aufgelegt wird ist ein Betonrähm zu erstellen. Dieser Rahmen kann wie der Name sagt, aus gegossenem Beton sein oder mit Fertigbetonteilen ausgeführt werden. Sinn und Zweck ist das die Dachlast nicht auf einem Stein liegt sondern über eine Fläche in die Giebelwand eingeleitet wird. Eventuell könnte man auch hier noch mit ein bisschen Bitumenbahn unter der Firstfette arbeiten. Jetzt hat ein Dachstuhl je nach Ausführung nicht nur Sparren von der Firstfette zu den Fußfetten sondern auch noch horizontale Sparren. Die liegen auf den Innenwänden auf und leiten zusätzlich Kräfte ab. Entsprechend wird auch hier auf den Stein der Innenwand ein Betonrahmen/Betonringbalken aufgebracht.
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Dachstuhl

Nicht einfach draufgesetzt

uch wir kamen mit der Baufirma aus dem Märkischen Kreis irgendwann in den Bereich des Daches. Beginnen wir damit dass die Fußfette des Daches ja irgendwo aufliegen muss. Hierzu werden spezielle hohle Steine eingesetzt (Traufe). Diese werden mit Beton verfüllt. Bei der Gelegenheit werden auch gleich die Elemente eingebracht die die Fußfette später an Ihrem Platz halten soll. Oft handelt es sich um Stahlbänder. Diese werden entweder einseitig ausgeführt oder als Rundvariante, also die Fette umschließend. Hier wäre ein Blick in die Statik angesagt. Zum Einen um festzustellen welche Variante es sein soll und muss, zum Anderen weil dort steht wie viele von den Dingern über die gesamte Länge einzubringen sind. Man möchte ja auch in einem statisch bestimmten Haus wohnen. Man kann übrigens mal darauf bestehen dass zwischen Fußfette und den mit Beton verfüllten Steinen, auf denen Diese ja liegt, eine Bitumenbahn kommt. Verhindert bei Bewegungen des Daches dass sich das Holz der Fette am Beton aufreibt und kostet nicht wirklich viel. Vorgeschrieben waren vom Statiker Ringbänder. Die Verankerung der Fußfette erfolgte mittels Lochband, nur von einer Seite ausgeführt. Behoben wurde dieser Mangel durch das Anbringen weiterer einseitig ausgeführter Lochbänder. Sind die Fußfetten gemäß Statik ausgeführt arbeitet man sich am Dachstuhl hoch. Als Verbindung der Sparren mit den Fußfetten kommen sogenannte „Sparren-Fetten-Verbinder“ zum Einsatz. Auch hier gibt der Statiker in der Regel vor wie viele von Diesen zu verbauen sind, z.B. alle 2 Sparren. Einfach mal darauf achten ob es gemacht wurde. Nun ist so ein Dachstuhl ja nicht nur auf den Fußfetten gelagert sondern besitzt auch eine Firstfette. Diese liegt auf den Giebelseiten auf/in der Wand auf. Allerdings nicht direkt auf den Steinen. Bevor die Firstfette aufgelegt wird ist ein Betonrähm zu erstellen. Dieser Rahmen kann wie der Name sagt, aus gegossenem Beton sein oder mit Fertigbetonteilen ausgeführt werden. Sinn und Zweck ist das die Dachlast nicht auf einem Stein liegt sondern über eine Fläche in die Giebelwand eingeleitet wird. Eventuell könnte man auch hier noch mit ein bisschen Bitumenbahn unter der Firstfette arbeiten. Jetzt hat ein Dachstuhl je nach Ausführung nicht nur Sparren von der Firstfette zu den Fußfetten sondern auch noch horizontale Sparren. Die liegen auf den Innenwänden auf und leiten zusätzlich Kräfte ab. Entsprechend wird auch hier auf den Stein der Innenwand ein Betonrahmen/Betonringbalken aufgebracht.
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